Die Fertigstellung vom Dach war für uns ein sehr wichtiger Meilenstein während unserer Bauphase. Wir erinnern uns noch gut daran zurück, als wir froh waren, dass es ab nun nicht mehr in unseren Rohbau herein regnet.

Wir hatten uns für anthrazitfarbene Dachsteine aus Beton vom Hersteller Braas entschieden. Mit dieser Wahl sind wir bis heute sehr zufrieden, es gab bislang keine Probleme und die Optik gefällt uns sehr gut.

Doch ist nun das Thema Dach damit erledigt? Braucht ein Dach Pflege und Wartung? Und was ist, wenn es mal einen Schaden am Dach gibt?

Tipps zur Pflege und Wartung Eures Daches

Das Dach ist das Schutzschild des Hauses vor Wind und Wetter. Um die Lebensdauer des Daches zu verlängern und Schäden zu vermeiden, ist eine regelmäßige Pflege und Wartung wichtig. Das wurde uns damals beim Hausbau nicht direkt mitgeteilt, und so mussten wir uns auch erst einmal dazu schlau machen. Diese Tipps wollen wir Euch hiermit an die Hand geben.

Tipp 1: Überprüft das Dach regelmäßig auf Schäden und Moos

Wir hatten uns zu diesem Zweck eine hohe Leiter bestellt, die wir bei Bedarf aufstellen können und das Dach und die Dachrinne begutachten können. Der Blick allein aus dem Dachfenster reicht nicht aus. Die Probleme und Schwachstellen sind oft im Bereich der Dachrinne und Traufe.

Worauf solltet ihr beim Prüfen des Daches achten:

  • Verstopfungen und Ablagerungen in der Dachrinne
  • Lose oder gar beschädigte Ziegel, vor allem nach schweren Stürmen
  • fehlende oder defekte Vogelschutzgitter unterhalb der Dachziegel
  • Moosbildung auf den Dachziegeln
  • Nistplätze von Vögeln unter Solar- und Photovoltaikanlagen
  • lose Dachrinnen oder rostige Stellen

Moosbildung auf dem Dach ist nicht kritisch. Nur wenn es zu viel wird kann es ein Problem werden. Wird durch zu viel Moos der Abfluss vom Regenwasser verhindert, kann das Wasser ins innere vom Dach eindringen und im schlimmsten Fall den Dachstuhl gefährden. Das Thema Moos ist vor allem ein Thema für Häuser die neben oder unter Bäumen stehen.

Tipp 2: Überprüft das Entwässerungssystem regelmäßig. 

Wasser sucht sich bekanntlich immer den Weg des geringsten Widerstandes. Beim Haus ist das nicht immer der beste. Überprüft daher Regelmäßig die Entwässerung vom Dach. Dazu gehören die Dachrinne, Fallrohre, mögliche Filter am Fallrohr die zu reinigen sind, ggf. Filter und Zuleitungen zur Zisterne oder Sickergrube.

Wer Bäume in der Nähe seines Hauses hat, sollte einen Filter in die Fallrohre einbauen um ein Verstopfen durch Laub und Äste zu vermeiden. Diese müssen natürlich regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Stark tropfende Dachrinnen während dem Regen deuten oft auf Ablagerungen und Verstopfungen der Dachrinne hin. Besorgt euch eine passende Leiter um regelmäßig einen Blick in die Dachrinne werfen zu können. Wir hatten lange keine Leiter und haben uns erst vor kurzem eine Vielzweckleiter besorgt.

Tipp 3: Professionelle Dachreinigung alle paar Jahre

Dies dient nicht nur der Optik, sondern hilft auch Moos und Algen zu entfernen, die das Dach beschädigen können. Wie oft eine Reinigung erfolgen sollte hängt von der Lage eures Hauses und der Art eures Daches ab. Freistehende Häuser mit Walm- oder Satteldach brauchen nur selten eine professionelle Dachreinigung. Häuser mit Flachdach in waldigen Gegenden oder vielen Bäumen am Haus hingegen öfters.

Es gibt unterschiedliche Arten, das Dach zu reinigen.

Die mechanische Reinigung ist die einfachste und kostengünstigste Methode. Sie kann mit einer Bürste, einem Hochdruckreiniger oder einem Kärcher durchgeführt werden. Ein Kärcher ist eine besonders gute Wahl. Er sollte mit einem Reinigungsmittel verwendet werden, das für die jeweilige
Dacheindeckung geeignet ist.

Die chemische Reinigung ist eine effektive Methode zur Entfernung von hartnäckigenVerschmutzungen, wie z. B. Moos, Algen oder Flechten. Sie sollte jedoch nur von einem Fachmann durchgeführt werden, da die Chemikalien das Dach beschädigen können. Ein Moosentferner ist eine
chemische Lösung, die Moos und andere Ablagerungen auflöst. Er sollte mit einem Pinsel oder einer Bürste auf das Dach aufgetragen werden und dann mit Wasser abgespült werden.

Reinigen könnt ihr grundsätzlich selbst, aber wer geht schon gern mit dem Kärcher auf das Dach? Fragt also lieber einen Dachdecker oder sucht euch eine passende Fachfirma. Die haben alle nötigen Mittel dabei und reinigen euer Dach binnen eines Tages.

Tipp 4: Prüft eure Versicherungen und ganz besonders die Elementarschäden

Wer ein Haus besitzt, ist (hoffentlich) auch versichert. In der Regel hat man eine Wohngebäudeversicherung und eine Hausratversicherung. Die Wohngebäudeversicherung kommt für Schäden am Gebäude oder Nebengebäude (Gartenhaus, Garage, Anbau) auf, während die Hausratversicherung für alle Schäden an beweglichen Dingen im und am Haus aufkommt. Beide Versicherungen greifen bei Ursachen wir Sturm, Blitz, Hagel, Regen, Wasserschaden oder Feuer.

Aber wir leben in der Zeit des Klimawandels, Regengüsse werden heftiger und selbst Windhosen oder gar kleine Tornados kommen inzwischen regelmäßig in Deutschland vor. Prüft also ob eure Versicherung(en) für diese Dinge aufkommt. Prüft ob eure Versicherung die sogenannten Elementarschäden (Überschwemmung, Tornados, Lawinen, Erdbeben) abdeckt. Prüft auch die Versicherungssummen und ob ihr im Falle eines Falles abgesichert seid.

Da immer mehr Solar- oder Photovoltaikanlagen auf dem Dach haben sollte geprüft werden, ob auch Schäden an diesen Anlagen von der Versicherung abgedeckt sind.

Fazit

Die richtige Pflege und Wartung des Daches und der Dachsteine ist entscheidend für die Ästhetik und Langlebigkeit des Hauses. Bevor wir uns dazu schlau gemacht haben, hätten wir nicht gedacht, dass es doch ein größeres Thema ist und einige neue ToDos auf der Liste landen. Doch es lohnt sich in jedem Fall, denn das Dach ist essentiell wichtig um das Eigenheim zu schützen und um sich bei Sturm und Regen sicher zu fühlen. Denkt dran, lieber einmal mehr einen Fachmann zu befragen und sich Unterstützung von einer Firma zu holen.