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Mit jeder Woche nimmt unser Haus immer mehr Gestalt an und so langsam müssen wir uns auch Gedanken über den späteren Einbruchschutz im Haus machen. Bisher existiert dieser Punkt nur auf unserer ToDo-Liste, welche wir jede Woche durchgehen, aber da inzwischen auch der Termin mit dem Elektriker feststeht, müssen wir uns allmählich Gedanken um unseren künftigen Einbruchschutz machen.

Alarmanlage mit SmartHome

Ursprünglich hatten wir geplant, unser Haus mit SmartHome auszustatten und darin auch unsere Alarmanlage zu integrieren. Die Möglichkeiten mit SmartHome sind sehr vielfältig, unabhängig davon ob man es mit Bus-Systemen wie KNX umsetzt oder Funklösungen wie RWE SmartHome benutzt. Fensterkontakte an den Fenstern, Panikschalter, Bewegungsmelder, zentrale Meldeeinheit, welche Störungen und Bewegungen auf das Handy schickt und so weiter. Letzten Endes haben wir uns vom Thema SmartHome aus Kostengründen verabschiedet. Denn wenn man es richtig machen will, muss man schon mal 10.000 EUR einplanen, welches unser Budget leider nicht zu ließ. In unserem Haus werden wir eher den klassischer Einbruchschutz realisieren, aber auch zusammen mit dem Elektriker schauen, welche Möglichkeiten wir haben und wir der preisliche Rahmen aussieht.

Was gehört alles zum Einbruchschutz?

Das ist die grundlegende Frage und jeder Bauherr muss zunächst für sich entscheiden, was er alles im Haus absichern möchte und wie. Im Internet findet man einige gute Ratgeber und Checklisten, z.B. der Ratgeber zum Einbruchschutz auf idealo.de oder von ABUS. Beide zeigen gut die Schwachstellen im Haus und wie man sich schützen kann. Neben dem Schutz vor Einbrechern spielt auch der Schutz vor Feuer und Gas eine wichtige Rolle. Vor allem bei Häusern mit Kamin oder Gasanschluss ist dies sehr wichtig. Eine solide Absicherung des Eigenheimes kann man in verschiedene Kriterien einteilen:

  • Abschreckung
  • lebensrettende Maßnahmen
  • Absicherung des Hauses
  • alarmierende Maßnahmen

Möchte man sich richtig sicher fühlen, sollten auch alle diese Punkte weitestgehend erfüllt werden.

Abschreckende Maßnahmen

Hierzu zähle ich alle Vorrichtungen und Maßnahmen, die den unerwünschten Besucher von seinem Vorhaben in das Haus einzubrechen abbringen.

  • sichtbar an der Außenwand montierte Alarmsirene
  • Außenlampen mit Bewegungsmeldern
  • Hinweis-Aufkleber an Türen und Fenstern „Achtung! Alarmgesichert“
  • Außenkameras (oder gute Attrappen)
  • Lampen mit Zeitschaltuhr / Uhrlaubsfunktion (schalten während Abwesenheit zufällig Licht ein und aus)
  • Rolläden mit Astrofunktion (Rolläden werden entsprechend der Tag- und Nachtzeiten automatisch heruntergefahren)
  • warum nicht ein abschreckender „Hier wache ich!“ Aufkleber an der Eingangstür?

Lebensrettende Maßnahmen

Maßnahmen die vor Rauch, Feuer und Gas warnen.

  • Rauchmelder in allen Räumen
  • Gasmelder (bei Häusern mit Gasanschluss)
  • Kohlenmonoxidmelder (bei Häusern mit Kamin)
  • Feuerlöscher (einer pro Etage) und 1. Hilfe-Kasten
  • Blitzableiter, Erdung

Maßnahmen zur Absicherung des Hauses

Wurden Einbrecher nicht erfolgreich abgeschreckt, zählt als nächstes die Absicherung des Hauses, wie z.B. zusätzliche Schließmechanismen.

  • zusätzliches Sicherheitsschloss an der Hauseingangstür
  • verschließbare Fenster und Türen (zumindest im Erdgeschoss)
  • Rolläden im gesamten Haus

Alarmierende Maßnahmen

Kommt es trotz aller abschreckenden Maßnahmen dazu, dass am eigenen Haus durch fremde Personen Hand angelegt wird, muss es eine entsprechende Alarmierung geben. Entweder an einen selbst, die Nachbarn oder direkt an die Polizei oder den Wachschutz.

  • Fenster- und Türkontakte (zumindest im Erdgeschoss)
  • alarmgesicherte Hauseingangstür
  • alarmgebende Außensirene
  • Alarmtürstopper (keilförmige, batteriebetriebene Türstopper)

Ist die Alarmanlage im Haus scharf geschaltet und werden Fenster oder Türen mutwillig geöffnet, so reagieren entsprechende Tür- oder Fensterkontakte und die Alarmanlage löst einen Alarm aus. Gute Alarmanlagen geben diesen direkt an die Polizei weiter. Wird die Alarmanlage nachträglich installiert, so geben die Fenster- und Türkontakte die Signale per Funk weiter.

Welche Alarmanlage ist die richtige?

Das richtet sich zum einen nach den Bedürfnissen des Bauherren, dem Budget und dem Umfeld in welchem das Bauvorhaben stattfindet. Spielt das Budget keine Rolle, würde ich in jedem Fall eine Bus-basierende (also nicht Funk) SmartHome Lösung bevorzugen. Diese kann jederzeit angepasst und erweitert werden, sendet zusätzliche Informationen per App oder E-Mail und ist auch aus der Entfernung bedienbar. Des weiteren lassen sich damit verschiedene Szenarien abbilden, wie z.B. Außenbewegungsmelder schaltet innen das Licht an.

Für den schmaleren Geldbeutel müssen einfachere Lösungen her, die aber nicht weniger sicher sein müssen. Hierzu ist es sicherlich ratsam einen Fachmann um Meinung zu bitten. Ratsam ist es auch sich rechtzeitig Gedanken zu machen, falls bestimmte Vorkehrungen evtl. direkt vom Elektriker während der Bauphase mit erledigt oder vorbereitet werden können. Hin und wieder liest man auch den Ratschlag, die örtliche Polizei um Meinung zu bitten. Mitunter lohnt auch ein Blick in die Statistiken der Einbrüche im eigenen Viertel.

Versicherungen bei Einbruch

Auch das gehört zur Absicherung gegen Einbruch und Diebstahl. Wurde ins Haus eingebrochen und Wertgegenstände gestohlen bzw. Dinge beschädigt, so muss man entsprechend abgesichert sein. Auch wenn der Einbrecher vielleicht nicht ins Haus gekommen ist, so hat er wohl möglich Schaden an der Tür hinterlassen. Auch dagegen sollte man abgesichert sein. In jedem Fall sollte man vor dem Einzug ins neue Haus seine Hausratversicherung nochmal überprüfen.

Wie werden wir unser Haus absichern

An dieser Stelle ist es womöglich nicht sinnvoll die eigene Absicherung des Hauses im Detail zu beschreiben, womöglich noch die Typbezeichnung der Alarmanlage zu nennen. Wie wir es genau realisieren werden, steht zudem noch nicht fest. Zunächst werden wir beim kommenden Termin den Elektriker um Meinung und Erfahrungen mit anderen Bauherren befragen. Der nächste Schritt wird der Gang zu einem Sicherheitsexperten sein, welcher uns einfach mal verschiedene Lösungen mit Vor- und Nachteilen sowie Preisen vorstellt. Auch wir bekommen Rolläden ins gesamte Haus, welche später auch elektrisch betrieben werden können und fühlen uns damit auch ein Stück weit sicherer.
In jedem Fall werden wir uns eine Alarmanlage mit guter Qualität zulegen. Wir werden verschiedene Testberichte lesen und hierfür auch auf testberichte.de nach Testsiegern schauen.

4 Kommentare

  1. Hmm… wir hatten uns damals bei unserem letzten Haus bewusst gegen eine Alarmanlage entschieden, weil wir der Ansicht waren, dass sich die Investition sowieso nicht lohnen würde. Mittlerweile sehen meine Frau und ich das aber etwas anders, und werden vielleicht auch in unserem Neubau auf eine Alarmanlage setzen.

    Wäre toll, wenn ihr nach einiger Zeit mal über eure Erfahrungen berichten könntet!

  2. Wir stecken auch gerade mitten im Hausbau und bei der Recherche nach einem Plan für Einbruchschutz bin ich auf euren Blog gestoßen. Meine Frau und ich überlegen, ob wir uns ein klassisches oder ein elektronisches Türschloss anschaffen. Das Burg Wächter TSE 5012 macht auf mich einen guten Eindruck, doch wie sieht es in der Praxis aus? Habt ihr bereits Erfahrungen mit elektronischen Türschlössern gemacht?

    • Sebastian

      11. November 2016 at 2:49 pm

      Hallo Michael,

      leider noch garnicht. Wir mussten das Thema erst einmal nach hinten schieben. Wenn man es richtig und sicher machen will, muss man sich auch viel eher damit beschäftigen, da vieles bereits bei der Elektrik und den Fenstern eingeplant werden muss. Wir schauen im Nachhinein was wir noch umsetzen können und was auch nicht all zu viele Mehrkosten verusachen wird und trotzdem ein Gefühl von Sicherheit gibt.

  3. Wir sind nun auch auf SMART HOME umgestiegen und können es nur empfehlen, es macht definitiv Sinn, gerade jetzt zur kalten und dunklen Jahreszeit steigen die Einbruchszahlen!!!

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